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Eine wichtige Nachricht: Amundi wird zwei seiner ETFs zusammenlegen. Warum ausgerechnet der zweitgrößte MSCI-World-ETF von Amundi geschlossen wird und was du jetzt tun kannst, erfährst du hier.
Der ETF-Anbieter Amundi hat beschlossen, seinen MSCI World V UCITS ETF ACC (ISIN: LU1781541179) mit dem MSCI World UCITS ETF ACC (ISIN: IE000BI8OT95) zu fusionieren. Solche ETF-Schließungen und Fusionen sind nicht ungewöhnlich: Laut einem Bericht von ETFGI wurden 2024 über 600 ETFs eingestellt. Eine Analyse von Morningstar zeigt, dass dies meist ETFs betrifft, die noch jung sind, wenig Volumen aufweisen, hohe Verwaltungsgebühren (TER) haben und schwache Leistungen zeigen. Kurz gesagt: ETFs, die für Anleger nicht attraktiv sind und für Anbieter wenig profitabel.
In diesem Fall ist die Situation jedoch anders: Der betroffene Fonds ist fast sieben Jahre alt und verwaltet aktuell mehr als 6 Milliarden Dollar. Doch aus Sicht des ETF-Anbieters gibt es zwei wichtige Nachteile: Der Fonds nutzt die physische Replikation und wurde in Luxemburg aufgelegt – steuerlich gesehen ein Nachteil.
Für eine Rückerstattung der US-Quellensteuer müssen Fondsanbieter nachweisen, wer in den Fonds investiert hat. Dies ist bei vielen ETFs schwierig, da die Anbieter ihre Anleger normalerweise nicht kennen. Eine Ausnahme gibt es für Irland: Dort besteht ein altes Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA, das es Fondsanbietern ermöglicht, die US-Quellensteuer auf Dividenden teilweise zurückzuerhalten. Diese Steuerersparnis wirkt sich positiv auf die Wertentwicklung von ETFs aus, weshalb irische Fonds im Vorteil sind.
Amundi hat die Verschmelzung daher auch mit den „besseren Rahmenbedingungen in Irland für die Behandlung von US-Aktien“ begründet. Der ETF, der den anderen aufnimmt, ist in Irland aufgelegt. Für Anleger bietet die Fusion also insbesondere eine Chance – besonders für diejenigen, die jetzt einsteigen wollen.
Wenn du bereits in den aufnehmenden ETF investiert hast, ändert sich für dich nichts. Hast du jedoch Anteile am untergehenden ETF, musst du nun entscheiden: Möchtest du weiterhin in den aufnehmenden ETF investieren? In diesem Fall musst du keine weiteren Schritte unternehmen, denn die Umwandlung deiner Anteile erfolgt automatisch.
Ein Nachteil gibt es jedoch: Das Finanzamt behandelt die Fusion wie einen Verkauf, was bedeutet, dass du Steuern auf deine Erträge zahlen musst. Je nachdem, wie viel du investiert hast, solltest du gut planen, um genügend Geld dafür bereit zu haben. Die Verschmelzung wird Ende Februar vollzogen, sodass du noch Zeit hast, dich vorzubereiten.
Leider führt dies dazu, dass der Steuerstundungseffekt verloren geht. Allerdings bleibt die gesamte Steuerlast unverändert. Das bedeutet, dass du bei einer späteren Entnahme des ETFs insgesamt weniger Steuern zahlen wirst.
Da Steuern in jedem Fall anfallen, kannst du die Fusion nutzen, um zu überprüfen, ob der ETF noch zu deiner Anlagestrategie passt. Du könntest ihn auch verkaufen und das Geld in einen anderen ETF investieren – jedoch könnten dabei Handelsgebühren anfallen.
Lass dich nicht zu sehr verunsichern: Die Verschmelzung dieser beiden großen ETFs ist ein Ausnahmefall – uns ist jedenfalls kein weiterer Fall dieser Größenordnung bekannt.
Solche Situationen möchte man zwar normalerweise vermeiden, aber sie können auch Chancen bieten. ETF-Anbieter streben durch Fusionen und Schließungen meist eine höhere Effizienz an, etwa durch Kostensenkungen. Es ist sogar möglich, dass der neue ETF besser als der alte ist, mit einer breiteren Diversifikation und geringeren Kosten. Zudem bietet die Fusion eine gute Gelegenheit, dein Portfolio zu überprüfen und gegebenenfalls deine Anlagestrategie anzupassen.
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