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Grundstückskauf richtig vorbereiten: Ablauf, Kosten und Risiken im Überblick

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Grundstückskauf clever vorbereiten – Ablauf, Kosten und typische Stolpersteine

Für viele ist der Grundstückskauf der Startschuss fürs Eigenheim – und gleichzeitig eine Entscheidung mit erheblicher finanzieller und rechtlicher Reichweite. Wer ohne Plan loslegt, läuft schnell in Fehlkalkulationen, zusätzliche Kosten oder Schwierigkeiten bei der späteren Bebauung. Hier erfährst Du, wie Du den Kauf strukturiert, realistisch und möglichst rechtssicher angehst.

1. Solide Basis: erst rechnen, dann entscheiden

Bevor Du Dich in ein Grundstück „verliebst“, sollte Dein Budget stehen – und zwar inklusive aller Nebenkosten. Denn der reine Kaufpreis zeigt nur einen Teil dessen, was Dich tatsächlich erwartet.

Typische Kostenblöcke sind:

  • Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland etwa 3,5–6,5 % des Kaufpreises)

  • Notar- und Grundbuchkosten

  • Maklerprovision, sofern ein Makler beteiligt ist

  • Erschließungskosten (Straße, Wasser/Abwasser, Strom, Telekommunikation)

  • Altlastenbeseitigung, wenn das Grundstück belastet ist

Mögliche Zusatzkosten (je nach Situation):

  • Bodengutachten

  • Verkehrswert- bzw. Marktwertgutachten

  • Vermessungskosten

Wichtig: Erst wenn diese Punkte einkalkuliert sind, hast Du eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Zu knapp zu planen gehört zu den häufigsten Gründen, warum Bauvorhaben später ins Wanken geraten.

2. Standortcheck heißt auch: Rechtliches und Planung mitprüfen

„Gute Lage“ ist wichtig – aber beim Grundstück zählen nicht nur Aussicht und Umgebung. Mindestens genauso entscheidend sind rechtliche und planerische Vorgaben.

Diese Punkte solltest Du vorab klären:

Erschließung

  • Ist das Grundstück vollständig erschlossen?

  • Falls nicht: Wer zahlt was – und wann werden die Kosten fällig?

Grundbuch

  • Bestehen Wegerechte, Leitungsrechte, Nießbrauch oder andere Dienstbarkeiten?

Altlasten

  • Gibt es Hinweise auf Belastungen aus früherer Nutzung (z. B. Industrie, Deponie)?

Bebauungsplan

  • Was darf gebaut werden?

  • Wie viele Geschosse sind möglich?

  • Gibt es Vorgaben zu Dachform, Baugrenzen, Grundflächenzahl etc.?

Flächennutzungsplan

  • Welche Entwicklungen sind in der Umgebung geplant (z. B. neue Straßen, Gewerbe, Verdichtung)?

Praxis-Tipp: Grundbuch und Bebauungsplan beim Bauamt einzusehen, ist Pflicht – am besten mit fachkundiger Unterstützung, damit Risiken nicht übersehen werden.

3. Wert realistisch einschätzen – bevor Du verhandelst

Unbebaute Grundstücke sind für Laien schwer zu bewerten. Angebotspreise spiegeln den tatsächlichen Marktwert nicht immer wider – gerade in beliebten Regionen.

Eine unabhängige Bewertung bringt Dir klare Vorteile:

  • realistische Einschätzung des Grundstückswerts

  • bessere Argumente in Preisverhandlungen

  • Schutz vor Überzahlung

  • mehr Sicherheit für Finanzierung und Vertragsabschluss

Ein Gutachten lohnt sich besonders, wenn:

  • der Kaufpreis deutlich vom Bodenrichtwert abweicht

  • Besonderheiten vorliegen (z. B. Hanglage, schwieriger Zuschnitt, Baulasten)

  • Du mehrere Grundstücke objektiv vergleichen willst

4. Vertrag & Zeitdruck: die klassischen Fallen

Ein häufiger Fehler entsteht durch Druck von außen: „Es gibt schon andere Interessenten“ oder „Nur kurz verfügbar“. Solche Aussagen sollten Dich nicht zu schnellen Zusagen verleiten.

Achte insbesondere darauf:

  • ausreichend Zeit zur Prüfung des Kaufvertrags

  • klare Vereinbarungen zu:

    • Erschließung

    • Haftung für Altlasten

    • Übergabetermin

  • keine vorschnellen Reservierungsgebühren ohne rechtliche Prüfung

Wichtig: Der Notar ist neutral – das ersetzt keine individuelle Beratung, wenn es um Deine wirtschaftlichen Interessen und mögliche Risiken geht.

Fazit: Gründliche Vorbereitung spart am Ende viel Geld

Ein Grundstück zu kaufen heißt mehr, als nur einen Preis zu akzeptieren. Wenn Du Budget, Standort, rechtliche Rahmenbedingungen und den tatsächlichen Wert sorgfältig prüfst, legst Du das Fundament für ein stabiles Bauvorhaben – und minimierst unangenehme Überraschungen.

Unser Rat: Nimm Dir die nötige Zeit, prüfe alle Unterlagen konsequent und hole Dir bei Bedarf fachliche Unterstützung. Ein gut vorbereiteter Grundstückskauf ist der beste Start ins Bauprojekt.

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